Predigt am Neujahr 2018

Liebe Brüder und Schwestern!
Heute am Oktavtag von Weihnachten begeht die Kirche das
Hochfest der Gottesmutter Maria. Zugleich wird die
Namensgebung Jesu gefeiert, und die Kirche denkt auch an
den Weltfriedenstag.
Wir ehren heute die Gottesmutter Maria, weil ohne sie das
Geheimnis von Weihnachten überhaupt nicht vorstellbar ist.
Gott wollte nicht nur in dieser Welt erscheinen, er wollte
nicht nur in dieser Welt wirken, er wollte vielmehr einer von
uns werden – ein Mensch wie wir!
Nicht als „fertiger Mensch“ wollte der Sohn Gottes vom
Himmel zu uns kommen, sondern er erwählte eine Frau, um
eine menschliche Mutter zu haben. Wenn nun eine Frau
auserwählt wurde unter Tausenden, ja Millionen und
Milliarden, dann ist dies einzig auf den göttlichen Heilsplan
zurückzuführen. Maria preist die Größe des Herrn, denn er
hat sie heimgesucht und sich in Liebe ihr zugewandt.
Eben dies feiern wir heute, und wir sind froh, dass wir eine
solch ausgezeichnete Mutter haben. Denn durch ihr Ja-Wort
ist Maria nicht nur die Mutter Jesu geworden, sondern auch
unsere geistliche Mutter.
Sie aber weist uns hin auf Jesus Christus, den Fürst des
Friedens! Denn in seinem Namen empfangen wir das Heil.
Möge den vom Krieg bedrohten Völkern und Ländern ein
dauerhafter und gerechter Friede geschenkt werden! Nur
Gerechtigkeit und Liebe können diesen Frieden wirklich
absichern. Hier soll uns die Fürbitte der Gottesmutter
beistehen!
Alle guten Wünsche für das neue Jahr legen wir darum
vertrauensvoll in ihre Hände. So hoffen wir auf ein
gnadenreiches Jahr des Herrn 2018! Amen.

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