Predigt „Freuen dürfen wir uns“ am 4. Fastensonntag

Freuen dürfen wir uns „Mit dem 4. Fastensonntag ist das Osterfest schon in greifbare Nähe gerückt. Eben deshalb hat dieser Sonntag auch den Namen „Laetare“ – „Freue dich, Stadt Jerusalem!“ (Eröffnungsvers, Jes 66,10–11) Wir sollen – „mit froher Hingabe dem Osterfest entgegeneilen“. Woher aber kommt diese Freude, diese innere Beschwingtheit, diese Hochherzigkeit des Glaubens, der gleichsam Berge versetzt?
Die Antwort ist einfach: aus der Dankbarkeit über die rettende Tat unseres Herrn und Gottes, der Großes an uns getan hat, als er uns seinen Sohn Jesus Christus als Erlöser gesandt hat!
Freut sich nicht auch die Natur mit in diesen Tagen, liebe Schwestern und Brüder? Acker- und Gartenboden riechen nach Frühling. Die Schneeglöckchen blühen, die Krokusse strecken ihre Köpfchen aus der Erde. Die Osterglocken kommen heraus. Bald stehen die Magnolienbäume in voller Pracht und Blüte.

Freuen dürfen wir uns, weil „Gott die Welt so sehr geliebt hat, dass er seinen einzigen Sohn für uns dahingab.“ Und von ihm, dem Sohn heißt es: „Christus hat uns geliebt und sich für uns hingegeben.“ Er ist in die Welt gekommen, „nicht um die Welt zu richten, sondern um sie zu retten“.
Gott: kein Rächer Gott, sondern Retter Gott. Er will nicht Untergang und Verderben, sondern Heil und Leben. Deshalb: „Laetare!“ – „Freue dich!
Das Evangelium vom heute erzählt von der unendlichen Liebe Gottes zu uns Menschen.

Keiner ist aus dieser Liebe ausgeschlossen, auch wenn wir wissen, dass wir sie nicht verdienen, weil unsere eigenes Lieben und all unser Wollen und Vollbringen immer schwach und brüchig und fehlerhaft ist.
Doch Gottes Liebe ist größer als unsere Schwachheiten und all unser Versagen. Gottes Liebe ist größer als alle Schuld.
Auf einem Flurkreuz habe ich gelesen: „Das tat ich für dich! Was tust du für mich?“ Gottes Liebe ruft unsere Liebe. Jesu Herz ruft unser Herz!

Vergessen wir nicht, dass es Liebe zu Gott ist, wenn wir die Schwester, den Bruder lieben. Nicht richten, sondern retten, das gilt auch für uns. Geduld haben, Liebe üben, bereit sein zu vergeben! Oder wie der hl. Don Bosco gesagt hat: „Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen.“

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