Mehr mit Weniger

Zu diesem zweiteiligen Workshop lud die Arbeitsgruppe „Bewahrung der Schöpfung“ im März und April 15 Nenzingerinnen und Nenzinger verschiedenster Altersschichten ein.

In der Einleitung stellte unser Referent – Christoph Breuer von Kairos – das Projekt „Ein guter Tag hat 100 Punkte“ vor. Dabei geht es darum, all unser tägliches Tun und vor allem unseren Konsum grob in Punkte einzuteilen, die in Summe am Ende des Tages nicht mehr als 100 ergeben sollten (ähnlich dem ökologischen Fußabdruck). Dabei erfuhren die Teilnehmer, wie groß der Punkteunterschied sein kann, wenn man z.B. vergleicht, ob eine Strecke mit dem Fahrrad, mit Öffis, einem Kleinwagen oder einem SUV zurücklegt wird. Man „verbraucht“ auch weniger Punkte, wenn man nun ein Bio-Hühnerei aus der Umgebung kauft statt eines weit Gereisten. In Zweiter- oder Dreiergruppen wurde erhoben, mit welchen Maßnahmen wir zu einem Leben mit weniger Ressourcenverbrauch und mehr Zufriedenheit gelangen könnten. Jede/r TeilnehmerIn wurde eingeladen sich freiwillig etwas vorzunehmen, das ihr/ihm am Herzen liegt und einen Monat lang durchgehalten werden kann. Von kein oder weniger Fleisch essen über weniger Kaffee trinken, von mehr Bewegung und weniger Auto fahren bis hin zu weniger Terminen ausmachen, waren die Vorhaben sehr vielschichtig.

Beim zweiten Treffen war dann jeder eingeladen, seine Erfahrungen zu schildern. Der Großteil konnte seine Vorhaben umsetzen und berichten, dass es durchaus gut gelungen war und Körper und Geist gut tat. Die meisten von uns wollen die gesetzten Maßnahmen künftig weiter fortführen.

Wir gewannen die Erkenntnis, dass sich viele Lebensgewohnheiten unbewusst ins Leben schleichen, sich durch das
Bewusstwerden und wenigen Wochen „Umgewöhnung“ jedoch auch wieder verdrängen lassen. Der Mensch ist wahrlich ein „Gewohnheitstier“. Aber durch ein bisschen Nachdenken, Ruhe, oder einen Workshop wie diesen lassen sich schlechte, belastende, zeitraubende und ungesunde Gewohnheiten relativ leicht in gute Gewohnheiten umwandeln.

Unser Dank gilt in erster Linie Christoph Breuer, aber auch der Gemeinde, Edwin Gaßner und Herbert Greussing, für die Bereitstellung des wunderbaren Raumes im Wolfhaus, sowie Lotte und Theresia Egger für die köstlichen Suppen, die wir als Ausklang eines jeden Abends gemeinsam genossen.

Harald MARK

« 1 of 2 »

Schreiben Sie einen Kommentar