Vortrag „Landschaft der 10.000 Dinge – ein Blick in‘ s Ländle“

Obfrau Hildegard Breiner und Geschäftsführerin Mag. Bianca Burtscher, Naturschutzbund Vorarlberg und Harry Mark, Arbeitsgruppe „Bewahrung der Schöpfung“ der Pfarre Nenzing, freuten sich über das große Interesse für diesen gemeinsam organisierten Dia-Vortrag. Am 15. April 2010 konnten sie rund 70 Interessierte im Pfarrsaal Nenzing begrüßen, darunter Landesrat Ing. Erich Schwärzler, Landtagsabgeordneten Johannes Rauch, Stadträtin Marlene Thalhammer, Vorsitzende von GemeindeUmweltausschüssen Renate Tschofen und Daniela Burgstaller, Landesjägermeister Dr. Ernst Albrich, Dr. Hans Burtscher und Gartenexperte Ing. Herbert Geringer. Zu den Gästen aus Nenzing zählten GR Ing. Andreas Maitz, ehemaliger Vizebürgermeister, Markus Ammann, Obmann des Umwelt- und Ortsbildausschusses und Mag. Werner Schallert. Rochus Schertler, Vizeobmann des Naturschutzbundes Vorarlberg, zeigte in seinem Dia-Vortrag sehr gekonnt auf, wie unser Lebensstil die Landschaft formt, hier in Vorarlberg, aber auch in anderen Ländern. 10.000 Dinge besitzt jeder Europäer im Durchschnitt – von der Knopfbatterie bis zum Auto. Bedeutend mehr, als die Menschen früher besessen haben und viele Menschen in anderen Ländern heute besitzen. All diese Dinge müssen produziert, transportiert, verkauft und dann auch wieder entsorgt werden. Dafür sind große Mengen an Energie und Rohstoffen nötig, die oft von weit her transportiert werden und es (ver)braucht Fläche. Kein Wunder, dass sich die Vorarlberger Landschaften in den letzten Jahrzehnten stark verändert haben und die fortschreitende Technisierung in ihnen allzu deutlich sichtbar ist. Diesem Trend müssen wir aber nicht tatenlos zusehen. Rochus Schertler betonte, dass vielmehr jede Einzelne und jeder Einzelne tagtäglich durch die Wahl beim Einkauf, die Form der Mobilität etc. mit entscheidet, in welche Richtung sich die Vorarlberger Landschaft und die Welt entwickeln. Die BesucherInnen waren begeistert, wie Rochus Schertler die Zusammenhänge verständlich vermittelte und viele Anregungen zum Nachdenken und Handeln bot. Für diesen sehr informativen und pointierten Vortrag erhielt Rochus Schertler einen großen Applaus. Im Anschluss waren alle zur Jahreshauptversammlung des Naturschutzbundes Vorarlberg eingeladen, bei der Helma Thurnher und Gudrun Hämmerle für ihre Verdienste für den Verein geehrt wurden. Beim Ausklang mit Nenzinger Süßmost von der Familie Schallert Ingrid und Manfred und Bio-Jause von Margit Hecht wurde noch rege weiter diskutiert.

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