Kirche zum Hl. Martin in Beschling

Da die Archäologie leider keine Anhaltspunkte gibt, wann das erste Kirchlein in Beschling bestanden haben könnte, liegen die Anfänge dieses Gotteshauses im Dunkel.
Das ursprüngliche Patrozinium des Hl. Julius deutet darauf hin, dass es entweder in einer frühen Missionierungswelle irgendwann in der Zeit von 350 – 550 n. Chr. (nach Andreas Ulmer) oder aber wie andere Patroziniumsforscher meinen im Hochmittelalter (ca. 1000 – 1250 n. Chr.) entstanden ist. Für letztere Vermutung spricht, dass im Churrätischen Reichsurbar von 842 n. Chr. kein Kirchlein in „Bassininga“ erwähnt wird, auch stimmt der Mauerbefund mit der späteren Vermutung überein. Sicher ist, dass die Beschlinger stets um eine seelsorgliche Besserstellung bemüht waren und versuchten, auch in Beschling regelmäßige Gottesdienste zu erhalten.
Dadurch entspannte sich in der Geschichte so mancher Streit zwischen den Beschlingern und den Nenzingern. Diese Bemühungen waren auch von Erfolg gekrönt.Im ausgehenden Mittelalter und im 16. Jahrhundert entstanden in unserer Gegend an mehreren Orten Bruderschaften, das sind religiöse Vereinigungen zum Zweck der Intensivierung des religiösen Lebens der Mitglieder, des Schmuckes des Gotteshauses und karitativen Engagements. Die Beschlinger St. Julius und Ottilia – Bruderschaft wurde wahrscheinlich 1543 gegründet, im Zuge der Josefinischen Reformen 1783 aufgehoben, bald darauf im Jahre 1825 wieder errichtet. Noch heute wird der Bruderschaftstag in Beschling mit einem Gottesdienst jährlich gefeiert.Heute ist das beschlinger Kirchlein dem Hl. Martin geweiht. Das Kirchlein hat einen wunderbaren gotischen Flügelaltar aus dem 15. Jahrhundert, Freskenreste aus dem 16. Jahrhundert und eine bewundernswerte Kassettendecke aus dem 17. Jahrhundert.
Gottesdienste:
jeden Donnerstag um 8:00 Uhr Messfeier oder Wortgottesdienst
Besondere Gottesdienste:

  • am Dreifaltigkeitssonntag um 10:30 Uhr
  • an Martini (11.11.) um 19:00 Uhr
  • am 22 Juli Magdalenenwallfahrt der Beschlinger nach Kühbruck