Bibelweg 3. Station 


Versöhnung
Eine ganz besondere Station:
ein geteilter Felsen – ein Zeichefür den Unfrieden und für den Streit in der Welt und vielleicht auch in meinem Leben – die beiden Felsbrocken sind verbunden durch zwei Hände, die sich einander – zur Versöhnung – reichen.

In der Bergpredigt im Matthäusevangelium, genauer noch in den Seligpreisungen heißt es:

 „Selig, die Frieden stiften, denn sie werden Töchter und Söhne Gottes genannt werden“ (Mt 5,9).

Eine der größten Herausforderungen der Bibel, ja unseres ganzen christlichen Lebens ist die Versöhnung. Ganz egal, ob ich verzeihen oder ob ich um Verzeihung bitten muss, beides braucht Mut.

Der Grund dafür, dass Versöhnung im Christentum ein „Hauptwort“ ist, ist , weil Gott selber den ersten Schritt gemacht hat und sich in Jesus mit uns versöhnt hat. Dadurch sind wir mit Jesus zusammen von Neuem zu „Söhnen und Töchtern“ Gottes geworden. Der Apostel Paulus denkt dies ganz logisch weiter und ermutigt uns zur Versöhnung: Lasst euch mit Gott versöhnen! (2 Kor 5,20). Und die weitere Konsequenz ist eben die Versöhnung untereinander.

Der Segen Gottes erinnert uns daran, dass Gott Frieden und Heil für uns Menschen will. Gott schenkt uns Versöhnung, er schenkt uns Frieden uns Heil und er ermutigt und lädt uns ein, einander zu segnen und Frieden und Heil zu wünschen.

(wenn mehrere miteinander unterwegs sind:)
Segnen wir uns jetzt gegenseitig, machen wir uns ein Kreuz auf die Stirn und wünschen wir uns Frieden und Heil, wünschen wir uns gegenseitig Gutes!























































Zur Meditation:

Friedensgebet des Hl. Franziskus

Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich liebe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe, wo Kummer wohnt.
Herr, lass mich trachten,
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.
Denn wer sich hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, der erwacht zu ewigem Leben.


Ich wünsche dir Hände
mit denen du zärtlich liebkosen
und Versöhnung bekräftigen kannst
und die nicht festhalten, was du in Fülle hast
und teilen kannst.



Fragen und Anregungen für den Weg:
Mit wem muss ich mich versöhnen?
Mit mir selbst? Mit einem konkreten Mitmenschen? Mit Gott?
Wem muss ich verzeihen? Wen muss ich um Verzeihung bitten?
Wem muss ich die Hand zur Versöhnung reichen?

Diese Station regt auch an, zu überlegen,
wie ich mit meinen Händen umgehe, was ich mit ihnen tue.


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