Bibelweg – 2. Station „Weggabelung“


Weggabelung Nenzinger Berg / Nenzinger Himmel

Hier gabelt sich der Weg. Links geht der Weg weiter zum Nenzinger Berg und rechts in den Nenzinger Himmel.

Unser Ziel ist Kühbruck, das erreichen wir, wenn wir rechts gehen. Natürlich auch auf dem linken Weg über den Nenzinger Berg würden wir Kühbruck erreichen, aber es ist ein großer Umweg.

In unserem Leben ist es oft ähnlich. Immer wieder einmal kommen wir an Weggabelungen. Manchmal kennen wir den Weg und wissen genau, wie wir weitergehen müssen. Oder es stehen bei der Weggabelung gute Wegweiser, die uns den richtigen Weg weisen. Manchmal aber wissen wir nicht, welchen Weg wir gehen sollen. Vielleicht wissen wir nicht einmal das Ziel. Wir sind zur Entscheidung gerufen. Große Entscheidungen gibt es vor allem in jungen Jahren: welchen Beruf, welchen Partner, vielleicht auch welche Lebenseinstellung und Wertehaltung. In jedem Lebensalter gibt es kleinere und größere Entscheidungen.

Wenn wir unseren Lebensweg mit Gott gehen, dann sind wir in einer solchen Situation eingeladen, mit dem Psalmisten zu beten: Herr, zeige mir meine Wege, lehre mich deine Pfade. Wie gesagt, dieses kurze Gebet stammt aus dem Buch der Psalmen (Ps 25,4).

Gott hat uns verheißen und vor allem bei der Taufe zugesagt, dass er unseren Lebensweg begleitet.
Er geht mit uns, oft spüren wir es nur nicht. Wir haben das Gefühl, er ist weit weg. Das liegt dann aber an uns. Gott möchte uns auch Orientierung sein: durch die Bibel, durch die Kirche, durch Mitmenschen. Natürlich, es ist ein Wagnis, sich auf die Wegweisung Gottes einzulassen. Nach den 10 Geboten, überhaupt nach der Bibel zu leben, das kann Konsequenzen für unser Leben haben. Aber es rentiert sich. Probier es!
An einer anderen Stelle der Bibel heißt es: „Des Menschen Herz plant seinen Weg, doch der Herr lenkt seinen Schritt.“ (Sprichwörter 16,9) und im Johannesevangelium sagt Jesus: „Ich bin der Weg.“ (Joh 14,6)

 

Zur Meditation:

        Zwei Wege –
        wohin soll ich gehen?
        Den breiten, bequemen
        oder den steilen, beschwerlichen?

        Stehen wir in unserem Leben nicht oft
        ratlos an Kreuzungen?
        Wie beruhigend ist es dann,
        wenn wir Wegweiser entdecken,
        die auf ein echtes Ziel hinweisen.

        Auf ein „Ziel“, für das es sich lohnt,
        die Anstrengungen des Lebens auf sich zu nehmen.
        Wir kommen aber auch an Wegweiser,
        die in die Irre führen,
        die uns in Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit stürzen.
        Dabei fühlen wir uns einsam,
        verlassen und übersehen,
        dass Er mit uns geht.

        Herr, lenke unsere Schritte zum Heil.

 

 

Fragen und Anregungen für den Weg:
Bin ich auf dem richtigen Weg?
Steht eine größere Entscheidung in meinem Leben an?
Vielleicht kannst du auf dem Weg Mut fassen,
diese Entscheidung anzupacken.

Orientiere ich mich in meinem Leben an Gott, an der Bibel, an den 10 Geboten oder habe ich andere Wegweiser in meinem Leben?
Eine weitere Möglichkeit wäre, über große Entscheidungen im bisherigen Leben nachzudenken.
Erfahre ich die Nähe und Begleitung Gottes in meinem Leben?